Tag auch! Um mal wieder in einen g’scheiten Blogrhythmus zu kommen, erzähle ich einfach mal wie mein Tag war. Natürlich fing er viel zu früh an, um 6.15 Uhr um genau zu sein. Wie ein Höhlenmensch macht man dann die Tür auf, mit Glück hat man sogar eine Boxershorts an und dann quält man sich erstmal strichdünnen Augen unter die Dusche. Dann muss alles planmäßig ablaufen, wenn man ein einigermaßen gutes … nein, wenn man überhaupt ein Frühstück haben will. Schnellkaffee habe ich nicht und da ich nicht mehr rauche, fällt das Drogenfrühstück weg.
Gut, dass mein Vater diese Woche frei hat. Da er chronischer Frühaufsteher ist (wie die Zeit einen doch verderben kann), liegen bereits um 6.40 frische, leckere Brötchen auf dem Tisch und der Kaffee ist gerade durch.
Fünfundzwanzig MInuten sind ganz angenehm für ein Frühstück. Wenn es 7.00 Uhr durch ist, schaffe ich es nicht mehr zu Fuß zur Arbeit zu gehen und benütze mein motorbetriebenes, nicht an Schienen gebundenes Landfahrzeug. Bei Preisen um die 1,15 Euro pro Liter Benzin kann man auch 500m mit dem Auto fahren. Obschon der Satz „Oooh, das schaffe ich nicht mehr!“ in 99% der Fälle vorkommt.
Auf der Arbeit angekommen werde ich in die Montage eingeteilt. Das ist das Zeichen, den Kopf auf Stand By zu schalten und bis 15.15 Uhr die gleiche monotone Bewegung zu tun. Und dabeimit den Beschäftigten tratschen. Und in Heißkleber fassen, wenn man nicht aufpasst.
Nach der Arbeit habe ich mir dann fix noch eine Digicam von Kodak gekauft, die es bei real im Abgebot gab.
Und jetzt gerade – vor drei Minuten – erhielet ich einen seltsamen Anruf. Eine Dame war am anderen Ende der Leitung. Sie wollte „nur“ wissen, ob ich weiterhin in dem supertollen Gewinnspielsystem „49″ (oder so) bleiben wolle, oder aussteigen. Ich nachdem ich den Satz in Gedanken noch einmal durchgegangen bin:“Wieso denn weiterhin? Wie bin ich denn dort hineingekommen?“ Die Dame aber meinte, das wisse sie nicht (Kompetenter Job!) und es gebe da mehrere Möglichkeiten. Durch Versandhausbestellungen (Aha!), durch Internetaktivitäten etc. Ich fragte weiter nach, weil ich es unter aller Sau finde, dass ich passiv an etlichen Gewinnspielen teilnehme.
Dann sprach sie davon, dass es ab Januar für mich kostenpflichtig wird, ich dass Geld aber zurücküberwiesen bekomme, für den Fall, dass ich nichts gewinnen würde. [sic!] Das heißt, wenn ich einen Kugelschreiber gewinne, ist das Geld futsch. Aber mal im Ernst: Wie komm ich in diese Matsche dieses System hinen? Ich fragte die Dame erneut nach ihrem Namen, ihrem jetztigen Standpunkt und was denn genau ihre Aufgabe sei. Sie müsse lediglich wissen ob ich nach den drei Kostenpflichtigen Monaten Januar, Februar, März aussteigen wolle oder weiterspielen wolle. Ich fragte nach, ob ich denn nicht auch vorher aussteigen könne, sprich Ende Dezember. Sie meinte, sie könnte mir lediglich ein Schreiben schicken und ich könne versuchen, selbstständig auszusteigen. „Versuchen“…! Dann ging mir ein Licht auf:
„Aaah, wissen Sie was? Ich glaube, da wurde einfach wieder mit Adressdaten gehandelt und die wurden Ihnen verkauft!“
„Ich bin nicht käuflich!“
„Sie nicht, aber der Konzern für den sie…“
Tuuut. Tuuut. Tuuut
Okay.