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Ich habe mich verliebt

16. Mai 2008 · 5 Kommentare

Hey, für ein „alkoholfreies“ (0,5% hat es dann doch) Bier schmeckt das echt geil.

Kategorien: Aus dem Leben

Mündliche Abi-Prüfung

16. Mai 2008 · 2 Kommentare

Ja ich lebe noch. Heute um 7.50 Uhr durfte ich antreten zur mündlichen Abiturprüfung im Fach Mathematik. Wer mich kennt weiß, dass meine Probleme in Mathe etwa denen eines Legasthenikers, den man auffordert bspw. Bourgeoisie zu schreiben, gleichen. Ich habe einfach nicht das logische Verständnis, das man für dieses Fach mitbringen muss. Ich finde, das alles ist nur unnütze Grübelei. Okay, Professoren und Ingenieure werden mir da jetzt sicher etwas anderes sagen.

Zur Prüfung selbst: Wie läuft so etwas eigentlich ab?

Für meine Person war die Zeit 7.50 Uhr vorgesehen, was ja für einen Freitag schon eine Frechheit für sich ist und natürlich muss es genau heute in Strömen regnen. Ich also zur Schule hin und schon die ersten Schüler in der eigens für die Prüfungen gesperrten dritten Etage stehen sehen. Ich fühlte mich wie Hans Scholl, der noch einmal seiner Schwester in die Augen sehen durfte, bevor er im Alter von fünfundzwanzig seinen Kopf verlor.
Ich dachte an die Worte meines Bekannten, der beim Lernen (und so habe ich noch nie gelernt!) sagte, dass ich entweder

  • mich selbst
  • die Prüfer
  • die Mathematik

zerstören könne in einer mündlichen Matheprüfung. Letzteres klang ganz interessant und in Gedanken sah ich all die Boeings vom Himmel fallen just in dem Moment, da ich Pi=3 an die Tafel schreibe.
Um ziemlich genau 8:00 Uhr kam mein Mathelehrer mit einer weiteren Kollegin (logischerweise auch Fachlehrerin Mathe) in die dritte Etage.

“ ´n Morgen, Kevin! Vorbereitet?“

Und genau das ist die fiese Frage im Schulleben. Wenn ich mit einem „Ja“ entgegenkomme, heißt das, es wird einiges von mir erwartet. Verneine ich diese Frage, heißt’s ich habe nicht gelernt. Also sage ich ganz salopp „Doch – schon!“

Dann wurde ich in Raum 302 geführt, wo schon andere Mitschülerinnen an ihren Aufgaben saßen. Philo, Bio, alles war eigentlich vertreten. Die Aufgaben waren relativ gut machbar (sogar für mich, wir erinnern uns an das geschilderte Problem oben!), allerdings waren 30 Minuten dann doch etwas knapp, also konzentrierte ich mich darauf, wenigstens Zwischenergebnisse zu den drei Vektor-Aufgaben servieren zu können.
Pünktlich um 8:30 Uhr würde ich dann von Raum 302 in Raum 307 geführt, wo bereits neben meinem Mathelehrer zwei andere Platz genommen hatten.

Und da stand ich nun. Ich musste an Johann König denken: ‘Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahungslosigkeit.’ Also gab ich meiner Stimme einen Teint von Klugscheißerei:

„Nun, lassen Sie mich zunächst die Ebene, gegeben durch die drei Punkte A, B und C aufspannen…“ -
„Wir wissen, dass eine Ebene durch drei Punkte definiert ist, also werde ich nun…“

Das ganze lief recht locker und teilweise humorvoll ab.

„Kevin, du hast den Schnittpunkt doch schon ausgerechnet da!“„Aha! Ich sehe ihn nur nicht, stimmt’s!“

Ich kann nur sagen, dass das ganze nicht so schlimm war, wie ich vorher dachte und mit ein bisschen Glück reicht es für 5 Punkte, was vielleicht doch ein bisschen sehr hoch gestochen ist. Lustig wäre es ja. Ich habe den Schrecken überlebt. Ich habe leider die Mathematik nicht zerstört, aber es gibt ja noch genügend andere Wissenschaften – und Zeit habe ich auch!

Kategorien: Yeah!